§ 1 Name, Sitz, Eintragung und Geschäftsjahr
(1) Der Verein trägt den Namen: “ Waldorfpädagogik in Wedel e.V. ”.
(2) Er hat den Sitz in Wedel.
(3) Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Pinneberg eingetragen.
(4) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck
(1) Der Verein dient der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen auf der Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners.
(2) Der Satzungszweck wird insbesondere durch Errichtung und Erhaltung eines Waldorfkindergartens verwirklicht. Der Verein ist Träger des Waldorfkindergartens Wedel. Der Verein behält sich weitere Aktivitäten zur Förderung anthroposophischer Erziehung und Gemeinschaftsbildung vor.
(3) Zu seinen Aufgaben gehört auch die Aus-­ und Weiterbildung von Erziehern/innen sowie anderen pädagogisch interessierten und engagierten Menschen, wie auch die Förderung dieser Bildungsaufgaben. Zukünftige Lebensanforderungen sollen dabei angemessene Berücksichtigung finden.
(4) Der Verein verfolgt weder konfessionelle noch parteipolitische Ziele. Er verpflichtet sich zur Förderung multikultureller Integration und Toleranz. Er stellt sich überdies der konstruktiven Auseinandersetzung mit anderen Denkweisen und Konzepten.
(5) Die Aktivitäten des Vereins verfolgen keinen Selbstzweck, sondern orientieren sich in ihrem Angebot an den Bedürfnissen der Kinder und deren Angehörigen.
(6) Der Verein ist im Rahmen seiner Möglichkeiten bestrebt, den Kindern minderbemittelter Eltern den Besuch seines Waldorfkindergartens zu ermöglichen.

§ 3 Selbstlosigkeit und Wirtschaftlichkeit
(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke’“ der Abgabenordnung. Er verpflichtet sich einer modernen Haushaltsführung und einem Bedarfsorientierten Wachstum.
(2) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.
(3) Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.
(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft
(1) Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden, die seine Ziele unterstützt, es sei denn, sie ist Mitglied in einer Sekte wie z.B. „Scientology“ oder einer verfassungsfeindlichen politischen Organisation. Stimmrecht hat jede natürliche Person. Über den Antrag auf Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand.
(2) Die Mitglieder sind zum Austritt aus dem Verein berechtigt. Der Austritt eines Mitgliedes ist nur zum Quartalsende möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorsitzenden unter Einhaltung einer Frist von 6 Wochen. Die Frist beginnt mit dem Zugang der Austrittserklärung.
(3) Die Mitgliedschaft endet außerdem durch Ausschluss. Der Ausschluss ist nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes zulässig. Über den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Vorstandes die Mitgliederversammlung. Der Vorstand hat seinen Antrag dem auszuschließenden Mitglied mindestens 2 Wochen vor der Versammlung schriftlich mitzuteilen. Eine schriftlich eingehende Stellungnahme des Mitglieds ist in der über den Ausschluss entscheidenden Versammlung zu verlesen. Der Ausschluss eines Mitgliedes wird sofort mit der Beschlussfassung wirksam. Der Ausschluss soll dem Mitglied, wenn es bei Beschlussfassung nicht anwesend war, durch den Vorstand unverzüglich eingeschrieben bekannt gemacht werden.
(4) Die Mitgliedschaft endet weiter mit der Streichung. Die Streichung der Mitgliedschaft erfolgt, wenn das Mitglied mit 6 fortlaufenden Monatsbeiträgen im Rückstand ist und diesen Betrag auch nach schriftlicher Mahnung durch den Vorstand nicht innerhalb von 3 Monaten nach Absendung der Mahnung voll entrichtet. Die Mahnung muss mit eingeschriebenem Brief an die letzte bekannte Anschrift des Mitgliedes gerichtet sein und auf die bevorstehende Streichung hinweisen. Die Mahnung ist auch wirksam, wenn sie als unzustellbar zurückkommt. Die Streichung erfolgt durch Beschluss des Vorstandes, der dem betroffenen Mitglied nicht bekannt gemacht wird.

§ 5 Beitrag
(1) Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung festgelegt. Hierzu ist eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder erforderlich. Der Beitrag ist vierteljährlich oder nach Wahl des Mitgliedes halb-­ bzw. ganzjährlich im Voraus zu zahlen und auch für den Eintrittsmonat voll zu entrichten. Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben.
(2) Mitglieder, die keine Kinder im Kindergarten haben, können beantragen, dass sich der von ihnen gezahlte Beitrag auf einen vom Vorstand allgemein festzusetzenden Betrag reduziert.

§ 6 Organe des Vereines
Organe des Vereines sind:
– die Mitgliederversammlung
– der Vorstand

§ 7 Mitgliederversammlung
(1) Die Mitgliederversammlung des Vereins ist zu berufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert, jedoch mindestens einmal jährlich, möglichst im zweiten Quartal des Kalenderjahres, bzw. bei Ausscheiden eines Vorstandes bin-nen 3 Monaten.
(2) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist auf Vorschlag des Vorstandes oder auf schriftlichen Antrag mindestens eines Drittels der Vereinsmitglieder einzuberufen.
(3) Die Berufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich durch den 1. Vor-sitzenden des Vorstandes, bei dessen Verhinderung durch seinen Vertreter, unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens 2 Wochen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Die Einladung gilt mit der Aufgabe zur Versendung an die letzt bekannte Adresse des Mitglieds als bewirkt.
(4) Die Mitglieder können bis zu 7 Tage vor der Mitgliederversammlung beim Vor-stand eingehend Anträge stellen. Diese erscheinen regelmäßig unter dem Tagesordnungspunkt “Sonstiges“. Nicht fristgemäße Anträge können vom Vor-stand zurückgewiesen werden.
(5) Der Vorstand bestimmt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden der Mitgliederversammlung und schlägt einen Protokollführer vor. Sollte der Vorschlag mit 2/3 Mehrheit abgelehnt werden, bestimmt die Mitgliederversammlung den Protokollführer. Das Protokoll muss zumindest die gefassten Beschlüsse enthalten. Es wird vom Vorsitzenden der Mitgliederversammlung durch Unter-schrift bestätigt und später an alle Vereinsmitglieder versandt. Von Beschlüssen Betroffene werden, sofern sie kein Protokoll erhalten, eigens informiert.
(6) Die Mitgliederversammlung bestellt zwei Rechnungsprüfer, die weder dem Vorstand noch einem vom Vorstand berufenen Gremium angehören und auch nicht Angestellte des Vereins sein dürfen. Sie überprüfen die Buchführung und berichten der Mitgliederversammlung.
(7) In der ersten Mitgliederversammlung eines Kalenderjahres sind ein Jahresbericht, unter besonderer Berücksichtigung der qualitätsfördernden Maßnahmen, die Jahresabrechnung sowie ein Budget und eine Jahresplanung, unter besonderer Berücksichtigung der qualitätsfördernden Zielsetzungen für das künftige Jahr in schriftlicher Fassung vorzulegen und Beschluss über die Entlastung des Vorstandes und die Genehmigung des Budgets zu fassen.
(8) Die Mitgliederversammlung entscheidet über:
(a) Wahl und Abwahl der Vorstandsmitglieder mit einfacher Mehrheit
(b) Entlastung des Vorstandes mit einfacher Mehrheit
(c) Genehmigung des Budgets mit einfacher Mehrheit
(d) An-­ und Verkauf sowie Belastung von Grundbesitz mit 2/3 Mehrheit
(e) Beteiligungen an Gesellschaften mit einfacher Mehrheit
(f) Festsetzung des Mitgliedsbeitrages mit 2/3 Mehrheit
(g) Satzungsänderungen mit 3/4 Mehrheit
(h) Auflösung des Vereines mit 3/4 Mehrheit
(9) Jede satzungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung gilt als beschlussfähig. Jedes Mitglied hat 1 Stimme. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar, es kann auch nicht durch eine Stimmrechtsvollmacht ausgeübt werden.
(10) Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, so-fern die Satzung nichts anderes vorsieht. Sie werden im Protokoll im Wortlaut veröffentlicht.

§ 8 Vorstand
(1) Der Verein wird durch den Vorstand vertreten.
(2) Dem Vorstand obliegt die Wahrnehmung aller wirtschaftlichen und rechtlichen Belange des Vereins und des Kindergartens sowie die Umsetzung seiner Zielsetzungen. Er hat der Mitgliederversammlung Bericht zu erstatten.
(3) Der Vorstand besteht aus folgenden stimmberechtigten Personen:
a) dem 1. Vorsitzenden,
b) dem stellvertretenden Vorsitzenden,
c) dem Kassenwart,
d+e) gegebenenfalls dem 1. und 2. Beisitzer.
Erklärtes Ziel der Mitglieder ist, in der Regel einen Vorstand mit 5 Personen zu bilden. Ein Mitglied des Kindergartenkollegiums ist dem Vorstand beratend (nicht stimmberechtigt) zugeordnet, soweit es nicht um Kollegiumsmitglieder betreffende Personalentscheidungen geht.
(4) Je zwei Vorstandsmitglieder vertreten den Verein gemeinsam.
(5) Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung jeweils für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Es können nur Mitglieder des Vereins gewählt werden. Wiederwahl ist möglich. Hauptamtliche Mitarbeiter des Vereins haben kein passives Wahlrecht.
(6) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen 1. Vorsitzenden. Das Mandat soll mindestens zwei Jahre wahrgenommen werden.
(7) Wenn mindestens 2 Vorstandsmitglieder – darunter der 1. Vorsitzende oder sein Stellvertreter – oder die Mehrheit der Vorstandsmitglieder anwesend sind, ist der Vorstand beschlussfähig. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet der 1. Vorsitzende. Bei Abwesenheit des Vorsitzenden geht sein Stimmrecht auf seinen Stellvertreter über. Schriftliche Beschlussfassung ist zulässig.
(8) Die Amtszeiten der jeweiligen Vorstandsmitglieder beginnen mit Wahl und deren Annahme. Sie enden mit Ablauf der zweijährigen Wahlperiode, Abwahl (Mitgliederversammlung) oder Rücktritt.
(9) Neben der Führung der laufenden Geschäfte des Vereins im Rahmen des Budgets versieht der Vorstand insbesondere folgende Aufgaben:
(a) Pflege des Vereinszweckes
(b) Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
(c) Abschluss und Kündigung von Arbeitsverträgen
(d) Gestaltung und Abschluss von Mietverträgen
(e) Festsetzung der Höhe der Betriebskostenbeiträge
(f) Erstellung und Vorlage des Jahresberichtes, unter besonderer Berücksichtigung der qualitätsfördernden Maßnahmen
(g) Erstellung und Vorlage des Budgets, unter besonderer Berücksichtigung der qualitätsfördernden Zielsetzungen für das künftige Jahr
(h) Rechnungslegung über das abgelaufene Geschäftsjahr
(i) Einberufung des Beirates und der Mitgliederversammlung
(j) Aufnahme von Mitgliedern in den Verein bzw. Ausschluss
(k) Gewährung von Beitragsnachlässen
(l) Der Vorstand ist berechtigt, zur Durchführung seiner Aufgaben einen hauptamtlichen Geschäftsführer anzustellen, der dem Vorstand uneingeschränkt zur Rechenschaft verpflichtet ist. Das konkrete Anstellungsverhältnis regelt der Arbeitsvertrag.
(10) Der Vorstand übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus.
(11) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung und Aufgabenverteilung. Er genehmigt die Geschäftsordnungen der Gremien des Vereins, die Kindergartenordnung sowie die Verlautbarungen und Informationen für den Kindergarten­ und Vereinsbereich.
(12) Vorstandssitzungen finden mindestens viermal jährlich statt. Sie werden protokolliert.

§ 9 Qualitätsförderung
(1) Alle Gremien (z.B. Beirat, Elternvertretung, Kollegium) wirken an der Qualitätsförderung der Leistungen des Vereins mit und sind in regelmäßigen Abständen, jedoch mindestens halbjährlich gegenüber dem Beirat und dem Vor-stand dokumentationspflichtig. Die Ausgestaltung wird durch Geschäftsordnungen der beteiligten Gremien sowie die Kindergartenordnung geregelt.
(2) Der Verein bestimmt Ziele, Methoden und Wege der Qualitätsförderung ­ unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorschriften ­ selbst. Der Vorstand wacht über deren Einhaltung und legt darüber gegenüber der Mitgliederversammlung mindestens einmal jährlich Rechenschaft ab.

§ 10 Gremien
Die Gremien (z.B. Beirat, Elternvertretung, Kollegium) beraten den Vorstand, legen dem Vorstand und der Mitgliederversammlung Vorschläge zur Beschlussfassung vor, bereiten die Beschlussfassung vor und setzen Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung um. Die Einzelheiten regeln die jeweiligen Geschäftsordnungen der Gremien.

§ 11 Satzungsänderung
(1) Für eine Satzungsänderung ist eine 3/4 Mehrheit der zu einer ordnungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung erschienen Vereinsmitglieder erforderlich.
(2) Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagesordnungspunkt bereits in der Einladung zur Mitgliederversammlung hingewiesen wurde und der Einladung so-wohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt worden war.

§ 12 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung
(1) Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine 3/4 Mehrheit der in der ordentlich einberufenen Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.
(2) Bei Auflösung des Vereines oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereines an die „Internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V.“. Ist das nicht möglich, an den „Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Schleswig Holstein e.V.“. Das Vermögen muss ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige bzw. mildtätige Zwecke verwendet werden.

Wedel 01.10.2013

Anmerkung: In dieser Satzung wird lediglich aus Gründen der sprachlichen Einfachheit die männliche Form verwandt. Frauen sind selbstverständlich mit eingeschlossen.