{"id":161,"date":"2018-09-28T09:56:54","date_gmt":"2018-09-28T09:56:54","guid":{"rendered":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/?page_id=161"},"modified":"2018-09-28T10:02:26","modified_gmt":"2018-09-28T10:02:26","slug":"161-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/161-2\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><strong>HUTSCHE, HUTSCHE, DER ACKERMANN S\u00c4T\u2026.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn dieses Lied im Fr\u00fchjahr bei uns im Kindergarten erklingt, dann wissen die Kinder, es geht bald zum S\u00e4en zu unserem Bauern Sch\u00fcmann.<\/p>\n<p>Vor \u00fcber 24 Jahren kn\u00fcpften wir zum ersten Mal den Kontakt zum Sch\u00fcmann-Hof in Brande-H\u00f6rnerkirchen.<\/p>\n<p>Wir wussten, dass er schon eng mit der Waldorfschule in Elmshorn zusammenarbeitet und es den Klassen erm\u00f6glicht, in die Arbeit eines Bauern eintauchen zu k\u00f6nnen. So fiel unsere Frage, ob wir nicht auch mal mit den Kindergartenkindern zu ihm kommen k\u00f6nnten, auf offene Ohren.<\/p>\n<p>So fuhren bald darauf Eltern, Erzieher und Kinder zur M\u00f6hrenernte auf den Bauernhof.<\/p>\n<p>Seither sind uns die Besuche bei Bauer Sch\u00fcmann zur lieben Gewohnheit geworden. Inzwischen d\u00fcrfen wir nicht nur im Herbst M\u00f6hren ernten, sondern eben im Fr\u00fchjahr zum S\u00e4en und im Sommer zum Ernten kommen. Und es kommen nun auch andere Kinderg\u00e4rten auf den Hof.<\/p>\n<p>Hautnah erleben hier die Kinder und auch die Erwachsenen, wie viel zu tun ist, bevor man in ein frisches Brot oder in eine knackige M\u00f6hre bei\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Da m\u00fcssen schon alle H\u00e4nde mit anpacken, bis das Feld gepfl\u00fcgt, geeggt und geharkt ist, damit wir dann in Takt und Schritt den Roggen auss\u00e4en k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dieses Jahr wurden wieder Klein und Gro\u00df vor die Egge gespannt, um das Feld mit unser aller Kraft in Stand zu setzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da waren, glaube ich, besonders die Gro\u00dfen froh, dass wir uns das gute Sch\u00fcmannbrot nicht immer so hart erarbeiten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nachdem das Korn ges\u00e4t und die Arbeit getan war, durften wir uns wie immer, im sch\u00f6nen Garten bei Sch\u00fcmanns st\u00e4rken und erholen.<\/p>\n<p>Im Sommer, bald nach Kindergartenbeginn, warten dann schon alle gespannt auf den Tag an dem wir unser m\u00fchsam ges\u00e4tes Korn ernten d\u00fcrfen. Da ist von allen Geduld und Spontanit\u00e4t gefordert, denn wir erfahren oft erst ein paar Tage vorher, ob das Wetter passt und wir kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Beim M\u00e4hen des Getreides legen wir auch wieder Hand an und Kinder und Eltern schneiden die \u00c4hren mit kleinen Handsicheln oder Scheren ab. Kistenweise nehmen wir es dann mit in den Kindergarten, um es dort mit den Kindern auszudreschen und endlich zu unserem Erntebrot zu verbacken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-130\" src=\"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Waldorfkindergarten-6-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"376\" height=\"255\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, wie dieses Brot uns allen schmeckt?<\/p>\n<p>Wir sind sehr dankbar, dass wir mit den Kindern die Gelegenheit haben, so aktiv am Leben eines Bauern teilhaben zu k\u00f6nnen. F\u00fcr die Kinder ist es eine besondere Freude, sich auf dem Hof frei bewegen zu k\u00f6nnen, die Tiere, Felder und den Bauernhof im Wechsel der Jahreszeiten zu erleben und die vielen Geschichten \u00fcber die Zwerge, Riesen und allerlei anderen Helfern vom Bauer\u00a0 \u00a0 \u00a0Sch\u00fcmann zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wen wundert es da noch, dass unser Fr\u00fchst\u00fcck und Mittagessen im Kindergarten besonders gern gegessen wird, da doch die Lebensmittel, in denen wirklich Leben steckt, vom Bauer Sch\u00fcmann kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>WAS IST DAS BESTE F\u00dcR MEIN KIND?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><strong>ODER DIE SACHE MIT DEM STUHL\u2026<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Wochen vor den Sommerferien habe ich mich intensiv mit den Kindern, die nun in die Schule kommen, besch\u00e4ftigt, da ich deren Abschlussberichte geschrieben habe.<\/p>\n<p>Bei den Fragen, wie es um die lebenspraktischen F\u00e4higkeiten, Probleml\u00f6sung, Frustrationstoleranz etc. bestellt ist, kam ich ins Gr\u00fcbeln. Dabei sind mir \u00c4hnlichkeiten aufgefallen, die ich auch bei vielen anderen Kindern wahrnehmen konnte.<\/p>\n<p>Sich selber anziehen, mit Becher und Besteck umgehen, etc. geht eigentlich bei allen ganz gut. Aber schon bei kleineren \u201eProblemen\u201c ist bei vielen eine Verunsicherung festzustellen.<\/p>\n<p>An dem Platz eines Kindes (6) steht kein Stuhl. Kind. \u201eDa ist kein Stuhl!\u201c Ich: \u201eRichtig. Hier ist kein Stuhl.\u201c Kind, weinerlich fragend: \u201eWie soll ich mich denn hinsetzen?\u201c\u00a0 Ein anderes Kind springt auf und holt einen Stuhl vom anderen Tisch f\u00fcr das Kind. Warum kam das Kind nicht selber auf die Idee, sich einen Stuhl zu holen?<\/p>\n<p>Dies ist nur ein kleines Beispiel, ich k\u00f6nnte viele \u00e4hnliche anf\u00fcgen. Gemeinsam ist allen, dass die Kinder vor eigentlich kleinen \u201eProblemen\u201c stehen, und anscheinend nicht wissen, wie sie die l\u00f6sen sollen. Fragende und zum Teil auch fordernde Blicke sind an den Erwachsenen, in dem Fall an uns, gerichtet, nun doch bittesch\u00f6n das Problem zur Zufriedenheit des Kindes zu l\u00f6sen. Tun wir dies nicht oder gelingt es dem Kind nicht, dann kommt das n\u00e4chste Problem, n\u00e4mlich die Frustrationstoleranz, hei\u00dft aushalten zu k\u00f6nnen, dass es nicht nach den momentanen Vorstellungen des Kindes geht. Dies gilt ebenfalls f\u00fcr den Erwachsenen, denn der muss jetzt aushalten und damit umgehen k\u00f6nnen, dass das Kind jammert, weint, schreit oder sogar um sich schl\u00e4gt und tobt. Kommt es vielleicht daher, dass wir unseren Kindern zu viel abnehmen, was sie eigentlich selber machen sollten? L\u00f6sen wir zu schnell ihre Probleme, trauen wir ihnen zu wenig zu?\u00a0 Verw\u00f6hnen wir sie?<\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel: (kein Einzelfall) Ein Kind mag ein bestimmtes Essen nicht, das es aber bisher in der Gruppe gegessen hat. Dies erz\u00e4hlt es der Mutter zu Hause, worauf die Mutter uns dann im Beisein des Kindes erkl\u00e4rt, dass ihr Kind dies nicht essen k\u00f6nne und sie w\u00fcrde an dem Tag immer extra was f\u00fcr ihr Kind mitbringen. Seitdem isst das Kind dieses Gericht nat\u00fcrlich nicht mehr und es kamen nach und nach noch andere Sachen dazu, die es bis dahin problemlos gegessen hatte.<\/p>\n<p>Dieses Beispiel l\u00e4sst sich auch m\u00fchelos erweitern auf Kleidung, Schuhe, mitgebrachtes Spielzeug etc\u2026. und andere \u201eExtraw\u00fcrste\u201c.<\/p>\n<p>Sicherlich mag hier und da eine berechtigte Begr\u00fcndung vorliegen, in den meisten F\u00e4llen ist es jedoch ein schnelles Eingehen und Erf\u00fcllen der momentanen W\u00fcnsche, (nach Lust und Laune des Kindes) und diese Erf\u00fcllung wird oft auf uns \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Wir unterst\u00fctzen jedoch die Kinder lieber dabei, sich den Aufgaben und Herausforderungen zu stellen, Angst zu \u00fcberwinden, auf die Erf\u00fcllung eines Wunsches zu warten. Wir trauen ihnen zu, auch mal etwas zu essen, was ihnen nicht so gut schmeckt, etwas zu machen, was ihnen unangenehm ist, und es auszuhalten, wenn es mal nicht nach ihrem Kopf geht.<\/p>\n<p><strong>Denn das ist auch die Aufgabe aus der Waldorfp\u00e4dagogik heraus.<\/strong><\/p>\n<p>Die Aufgabe, die Kinder zu unterst\u00fctzen, sich zu freien, starken und selbst\u00e4ndigen Menschen zu entwickeln, die ihr Leben gut in die Hand nehmen k\u00f6nnen, egal wie die Bedingungen sind.<\/p>\n<p>Dies k\u00f6nnen wir nur tun, wenn wir empathisch auf die <u>wirklichen<\/u> Bed\u00fcrfnisse des Kindes eingehen und sie erf\u00fcllen. Dazu m\u00fcssen wir sehr genau wahrnehmen und beobachten und uns mit allen Sinnen auf das Kind einlassen. Gleichzeitig m\u00fcssen wir wissen, was f\u00fcr das Kind, f\u00fcr seine Entwicklung gut ist.<\/p>\n<p>Oder mit den Worten von Monika Kiel-Hinrichsen:<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen eine sichere Atmosph\u00e4re f\u00fcr das Kind schaffen, in der Klarheit, Rhythmus und Kontinuit\u00e4t die Grunds\u00e4ulen sind.<\/p>\n<p>Die positive, emotionale Grundhaltung ist Zuneigung und Wohlwollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Das Bed\u00fcrfnis des Kindes ist es, sympathisch in einer sinnvoll gestalteten Umwelt mitzuschwingen<\/u>. Sie leben noch ganz in der Nachahmung der Erwachsenen in ihrer Umgebung, die ihnen Vorbild sein soll.<\/p>\n<p><strong>An den Erwachsenen will sich das kleine Kind spiegeln; durch Diskussionen und sogenannte freie Entscheidungen ist es \u00fcberfordert.<\/strong><\/p>\n<p>Das kleine Kind ist noch nicht in der Lage, Situationen und Lebenszusammenh\u00e4nge zu \u00fcberblicken und daraus folgende Entscheidungen zu treffen. Es will sich auf einen Erwachsenen verlassen k\u00f6nnen, der wei\u00df, was f\u00fcr das Kind gut ist und ihm die Last der Entscheidung abnimmt. Es will am Vorbild lernen d\u00fcrfen; beobachten wie der Erwachsene mit ihm, mit sich, der Umwelt, Situationen und Konflikten umgeht. Dann kann es frei und seiner Entwicklung entsprechend in die Nachahmung gehen und ausprobieren wie die Welt funktioniert. Vorausgesetzt es wird nicht von \u00fcberf\u00fcrsorglichen Erwachsenen daran gehindert.<\/p>\n<p>Erwachsene, die ihren Kindern zu gro\u00dfe Entscheidungsr\u00e4ume lassen, schw\u00e4chen damit die Lebenskr\u00e4fte des Kindes, die es eigentlich zum Aufbau seines Leibes braucht.<\/p>\n<p>Ein Erwachsener, der kein ausreichendes Vorbild gibt, sondern das Kind nach Lust und Laune entscheiden l\u00e4sst, setzt eine emotionale Reife voraus, die sich erst im Schulalter langsam entwickelt.<\/p>\n<p>Aus diesem Wissen heraus f\u00e4llt es uns nat\u00fcrlich schwer, das auf uns \u00fcbertragene Erf\u00fcllen der kindlichen W\u00fcnsche und anscheinender Bed\u00fcrfnisse der Kinder mit unseren p\u00e4dagogischen Auftrag in Einklang zu bringen. Da treffen wir nicht selten auf das Unverst\u00e4ndnis besorgter Eltern, die logischerweise f\u00fcr ihr Kind sorgen und das Beste f\u00fcr ihr Kind anstreben.<\/p>\n<p>Nur was ist das Beste?\u00a0 Das ist sicher nicht immer leicht rauszufinden, aber wo sich P\u00e4dagogen aus allen Bereichen einig sind \u2013 Verw\u00f6hnen und dem Kind alle Steine und Steinchen aus dem Weg zu r\u00e4umen ist es sicher nicht.<\/p>\n<p>Ein Zuviel von etwas Gutem ist Verw\u00f6hnung, jedoch nur bei oberfl\u00e4chlicher Betrachtung. Sieht man sich einmal an, warum Eltern verw\u00f6hnen und in welchen Bereichen sie es tun, so zeigt sich, dass Verw\u00f6hnung eher einen Mangel aufzeigt: &#8222;Verw\u00f6hnung ist eine <strong>Form der Vernachl\u00e4ssigung<\/strong>&#8222;, sagt J\u00fcrgen F. Detering, P\u00e4dagoge, Psychotherapeut f\u00fcr Kinder und Jugendliche und Psychoanalytiker, &#8222;es ist ein Zuwenig an Auseinandersetzung, an Anleitung, an F\u00f6rderung, Forderung und ein Zuwenig an kritischem Hinterfragen.&#8220; Und weiter f\u00fchrt er aus:<\/p>\n<p>Wenn einem Kind jeder materielle Wunsch erf\u00fcllt wird, so verbirgt sich dahinter ein Zuwenig an kritischer Auseinandersetzung der Mutter oder des Vaters mit Konsum, ein Zuwenig an Schutz vor der \u00dcberbewertung von Dingen, ein <strong>Zuwenig an Mut, Nein zu sagen<\/strong> und den Protest des Kindes auszuhalten. Wenn einem Kind alle Schwierigkeiten aus dem Weg ger\u00e4umt werden und es keine Pflichten \u00fcbernehmen muss, so steckt dahinter auf der Elternseite ein Zuwenig an Bereitschaft, Konflikte (zum Beispiel ums Aufr\u00e4umen) auszutragen, ein <strong>Mangel an Vertrauen<\/strong> in die F\u00e4higkeiten des Kindes, und ein Mangel an Anleitung und Zeit, die es kostet, einem Kind dabei zu helfen, Aufgaben des Alltags selbst zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Es ist jedoch auch wichtig zu sehen, dass <strong>Verw\u00f6hnung<\/strong> zwar unter <strong>dem Deckmantel der Zuwendung zum Kind<\/strong> auftritt, in Wahrheit aber eher <strong>Bed\u00fcrfnisse von Eltern<\/strong> befriedigt. Eltern r\u00e4umen die Spielsachen ihrer Kinder auf, weil sie sich <strong>Harmonie w\u00fcnschen<\/strong> und einen <strong>Konflikt <\/strong>ums Aufr\u00e4umen <strong>vermeiden<\/strong> wollen. Sie binden schnell die Schn\u00fcrsenkel ihres siebenj\u00e4hrigen Kindes, weil <strong>sie es eilig haben<\/strong>, zu einem Termin zu kommen und keine Zeit bleibt, die eigenen Versuche des Kindes zuzulassen.<\/p>\n<p>Eine, wenn nicht die <strong>zentrale Frage ist jene nach den \u201eechten\u201c Bed\u00fcrfnissen von<\/strong> Kindern. Was sollte erf\u00fcllt sein, damit es dem Kind gut geht und es sich seinen Anlagen gem\u00e4\u00df optimal entwickeln kann? Es w\u00fcrde Eltern sehr viel leichter fallen, Verw\u00f6hnfallen aus dem Weg zu gehen oder diese rechtzeitig zu erkennen, wenn sie sicher w\u00e4ren, dass <strong>die Bed\u00fcrfnisse des Kindes erf\u00fcll<\/strong>t <strong>sind<\/strong> und es \u201enichts mehr braucht\u201c.<\/p>\n<p>Die Bed\u00fcrfnisse des Kindes unterscheiden sich im Wesentlichen nicht von den Grundbed\u00fcrfnissen jedes Menschen. Grawe, Maslow, Max Neef\u00a0 und Marshall Rosenberg sind nur einige der Menschen die sich mit den Grundbed\u00fcrfnissen besch\u00e4ftigt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Thomas Berry Brazelton und Stanley I. Greenspan (Kinder\u00e4rzte und Entwicklungspsychologen) haben dies f\u00fcr Kinder konkretisiert.<\/p>\n<p>Kinder, so sagen sie, brauchen:<\/p>\n<ul>\n<li><em>&#8222;best\u00e4ndige liebevolle Beziehungen&#8220;;<\/em><\/li>\n<li><em>&#8222;k\u00f6rperliche Unversehrtheit, Sicherheit und Regulation&#8220;;<\/em><\/li>\n<li><em>&#8222;Erfahrungen, die auf individuelle Unterschiede zugeschnitten sind&#8220;;<\/em><\/li>\n<li><em>&#8222;entwicklungsgerechte Erfahrungen&#8220;;<\/em><\/li>\n<li><em>&#8222;Grenzen und Strukturen&#8220;;<\/em><\/li>\n<li><em>&#8222;stabile, unterst\u00fctzende Gemeinschaften&#8220;<\/em> und<em> &#8222;kulturelle Kontinuit\u00e4t&#8220;;<\/em><\/li>\n<li>ein globales Verantwortungsbewusstsein, das auch die Kinder in armen L\u00e4ndern einbezieht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Waldorfp\u00e4dagogik sind die Grundbed\u00fcrfnisse des Kindes Arbeitsgrundlage. Unsere ganze Kindergartenarbeit baut darauf auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber wie kommt man aus dem Verw\u00f6hnkarussell wieder raus?<\/p>\n<p>Der Ausstieg aus dieser Situation scheint Ihnen schwierig, ja unm\u00f6glich?\u00a0 P\u00e4dagogen und Psychologen betonen jedoch, dass eine \u00c4nderung des Verhaltens <strong>jederzeit m\u00f6glich<\/strong> ist. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Eltern sich entscheiden, es fortan wirklich anders zu machen.<\/p>\n<p>Wer sich entscheidet, sein Verhalten zu \u00e4ndern, sollte mit <em><strong>einem<\/strong><\/em><strong> kleinen Schritt<\/strong> beginnen und dann nach und nach weitere folgen lassen. Zum Beispiel. Ab jetzt gilt die Regel, beim Einkaufen gibt es nur eine Sache, z.B. aus dem K\u00fchlregal etc.\u00a0 \u2013 keine Spielsachen etc.<\/p>\n<p>Oder das Kind bekommt erst mal eine kleine Aufgabe, z.B. beim Tischdecken zu helfen, oder seine Sachen ab jetzt immer auf den neuen Haken zu h\u00e4ngen\u2026.<\/p>\n<p>Wer dabei Hilfe braucht, der kann sich gerne auch an uns wenden.<\/p>\n<p>Wir gehen den Weg gerne mit Ihnen und Ihrem Kind gemeinsam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich und endlich wollen wir alle den Kindern die M\u00f6glichkeit geben, sich eigenst\u00e4ndig zu organisieren und selbstverantwortlich zu sein f\u00fcr das, was sie tun. Und wenn es nur darum geht sich einen Stuhl zu holen\u2026..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Gedanken dazu\u2026..<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.erziehungskunst.de\/artikel\/fruehe-kindheit\/verwahrlosung-im-glitzerlook\/\">http:\/\/www.erziehungskunst.de\/artikel\/fruehe-kindheit\/verwahrlosung-im-glitzerlook\/<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Literatur.\u00a0 Albert Wunsch.\u201c Die Verw\u00f6hnfalle\u201c<\/p>\n<p>Theresia Maria de Jong und Michaela K\u00f6ster\u00a0 &#8222;Ist mein Kind denn zu verw\u00f6hnt&#8220; Rudolf Dreikurs &#8222;Kinder fordern uns heraus&#8220;<\/p>\n<p>Monika-Kiel-Hinrichsen.\u201c Warum Kinder nicht zuh\u00f6ren\u201c<\/p>\n<p>Christiane Kutik. <a href=\"http:\/\/www.spielundzukunft.de\/was-kinder-brauchen-erziehungsfragen-von-a-z\/1495-verwoehnen-was-kindern-gut-tut-und-was-ihnen-schadet\">http:\/\/www.spielundzukunft.de\/was-kinder-brauchen-erziehungsfragen-von-a-z\/1495-verwoehnen-was-kindern-gut-tut-und-was-ihnen-schadet<\/a><\/p>\n<p>Uli Albrecht<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>DIE KINDERGARTENB\u00dcCHEREI<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Kinder lieben B\u00fccher, sie entf\u00fchren sie in eine bunte Bilderwelt, erz\u00e4hlen spannende Geschichten und vermitteln Wissen. B\u00fccher bieten Kindern eine F\u00fclle lebendiger Erfahrungen. Die Freude an den Geschichten wird noch erh\u00f6ht, wenn wir Erwachsenen uns Zeit nehmen und uns aktiv an der Betrachtung der B\u00fccher beteiligen.<\/p>\n<p>Unsere Bibliothek wird von uns Eltern organisiert und betreut. Es besteht die M\u00f6glichkeit Sachb\u00fccher zu Erziehungsfragen, B\u00fccher zur Waldorfp\u00e4dagogik und Anthroposophie, B\u00fccher zur Ern\u00e4hrung, Bastelb\u00fccher sowie Bilderb\u00fccher, M\u00e4rchen- und Vorleseb\u00fccher auszuleihen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Unsere \u00d6ffnungszeiten sind:<\/u><\/p>\n<p>Dienstags von 8:00 \u2013 8:30 Uhr<\/p>\n<p>Freitags von 8:00 \u2013 8:30 Uhr<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die ausgeliehenen B\u00fccher k\u00f6nnen nach 4 Wochen zur\u00fcckgegeben oder nochmals um weitere 4 Wochen verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n<p>Wenn die B\u00fccher au\u00dferhalb der \u00d6ffnungszeiten zur\u00fcckgebracht werden, k\u00f6nnen diese im Ruheraum (gegen\u00fcber vom Putzraum) in das Regal gelegt werden.<\/p>\n<p>In der Eingangshalle des Kindergartens steht eine Vitrine, in der wir passend zu den Jahreszeiten und \u2013festen viele sch\u00f6ne, interessante oder auch spannende B\u00fccher vorstellen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die aktuelle Flurpost haben wir uns drei B\u00fccher ausgesucht, die wir Euch gern am Schluss vorstellen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Wir freuen uns auf Euch. Gern beraten wir Euch auch bei der Auswahl der B\u00fccher. F\u00fcr Buchvorschl\u00e4ge sind wir dankbar und nehmen diese gern in unsere Sammlung auf.<\/p>\n<p>Vielen Dank!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Andrea Schulna\u00a0\u00a0 \u00a0Ute Fenners\u00a0\u00a0\u00a0 Kristina Krohn\u00a0\u00a0\u00a0 Vienna Kuntz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Jahreszeitenbuch<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Buch ist ein Begleiter durch das Jahr. Es m\u00f6chte Eltern und Erziehern Anregungen zu praktischen T\u00e4tigkeiten mit den Kindern geben und zeigen, wie die Jahresfeste gemeinsam mit den Kindern sinnvoll gestaltet werden k\u00f6nnen. Dabei wird der Jahreslauf in unserem Erleben zu einem lebendigen Organismus &#8211; jegliches Spiel, jede Mahlzeit, jede kleine Geschichte bekommt durch die Einordnung in den Jahreslauf und den Bezug zu den Jahresfesten einen tieferen Sinn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wackeln die Z\u00e4hne \u2013wackelt die Seele<\/strong><\/p>\n<p>Nur wenige Eltern rechnen damit, dass die Zeit des Zahnwechsels eine harte Probe f\u00fcr die Beziehung zu ihrem Kind werden kann. Das Buch gibt hilfreiche Tipps, wie man diese Zeit am besten meistern kann. Viele Eltern wissen aus eigener Erfahrung zu berichten, dass Kinder ungef\u00e4hr ab sechseinhalb Jahren oft besonders schwierig sind und dass deutliche Ver\u00e4nderungen an und in ihnen vorgehen. All das sind Anzeichen daf\u00fcr, dass diese Zeit von wesentlich tiefer greifenden Entwicklungsschritten begleitet ist, als nur dem \u00e4u\u00dferlich sichtbaren Hervortreten der bleibenden Z\u00e4hne.<\/p>\n<p>Die Waldorfp\u00e4dagogin Monika Kiel-Hinrichsen und die Zahn\u00e4rztin Renate Kviske m\u00f6chten sowohl aus p\u00e4dagogischer als auch aus zahnmedizinischer Sicht ein tieferes Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr bilden, was in den Kindern w\u00e4hrend des \u00dcbergangs ins zweite Jahrsiebt vor sich geht, und geben den Eltern mit Erziehungsratschl\u00e4gen, Spielanleitungen und praktischen Tipps, zum Beispiel zur Auswahl von geeigneten M\u00e4rchen, konkrete Hilfestellungen, damit sie ihren Kindern diesen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt erleichtern k\u00f6nnen.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lasse im Blaubeerland<\/strong><\/p>\n<p>Im Zwergenreich: Der Knabe Lasse m\u00f6chte f\u00fcr seine Mutter zum Geburtstag ein K\u00f6rbchen mit Waldbeeren sammeln. Er findet jedoch keine und ist traurig dar\u00fcber. Da nimmt ihn der Blaubeerenk\u00f6nig mit in sein Reich. Dort hat Lasse mit den Zwergenkindern sehr viel Spass, denn sie reiten auf M\u00e4usen und wippen auf einer Spinnwebenschaukel. Zum Schluss erh\u00e4lt er ein K\u00f6rbchen Blau-und Preiselbeeren, welche der Blaubeerenf\u00fcrst und die Preiselbeermutter mit ihren S\u00f6hnen und T\u00f6chtern emsig f\u00fcr ihn gesammelt haben. Neben den <em>Wichtelkindern<\/em> ist dies wohl Elsa Beskows bekannteste Geschichte. Der kleine Lasse erlebt lustige und kurzweilige Stunden im Blaubeerland und kehrt reich beschenkt in die Menschenwelt zur\u00fcck. Die differenzierte Strahlkraft der Bilder, aber auch die charmanten Reime lassen die scheinbar altbekannte Geschichte in v\u00f6llig neuem Licht erscheinen. Eine echte Entdeckung!<strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DER SEPTEMBER<\/strong><\/p>\n<p>Das ist ein Abschied mit Standarten<\/p>\n<p>aus Pflaumenblau und Apfelgr\u00fcn.<\/p>\n<p>Goldlack und Astern flaggt der Garten,<\/p>\n<p>und tausend K\u00f6nigskerzen gl\u00fchn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist ein Abschied mit Posaunen,<\/p>\n<p>mit Erntedank und Bauernball.<\/p>\n<p>Kuhglockenl\u00e4utend ziehn die braunen<\/p>\n<p>und bunten Herden in den Stall.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist ein Abschied mit Ger\u00fcchen<\/p>\n<p>aus einer fast vergessenen Welt.<\/p>\n<p>Mus und Gelee kocht in den K\u00fcchen.<\/p>\n<p>Kartoffelfeuer qualmt im Feld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist ein Abschied mit Get\u00fcmmel,<\/p>\n<p>mit Huhn am Spie\u00df und Bier im Krug.<\/p>\n<p>Luftschaukeln m\u00f6chten in den Himmel.<\/p>\n<p>Doch sind sie wohl nicht fromm genug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stare gehen auf die Reise.<\/p>\n<p>Altweibersommer weht im Wind.<\/p>\n<p>Das ist ein Abschied laut und leise.<\/p>\n<p>Die Karussells drehn sich im Kreise.<\/p>\n<p>Und was vor\u00fcber schien, beginnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erich K\u00e4stner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HUTSCHE, HUTSCHE, DER ACKERMANN S\u00c4T\u2026. &nbsp; Wenn dieses Lied im Fr\u00fchjahr bei uns im Kindergarten erklingt, dann wissen die Kinder, es geht bald zum S\u00e4en zu unserem Bauern&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-161","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/161","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=161"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/161\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":170,"href":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/161\/revisions\/170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/waldorfkindergarten-wedel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}